Evangelische Kirchengemeinde
            Evingsen

Jesus Christus spricht:
             "Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig."“ (L) 2. Korinther 12,9


Konfirmationsunterricht

Die pfarramtliche Verbindung mit Dahle führt auch notwendig zu Veränderungen in den Rahmenbedingungen des Konfirmationsunterrichts. In naher Zukunft muss ja ein einziger Pfarrer (Krause) den Unterricht für beide Dörfer gewährleisten. Im Rahmen des Übergangs dahin mit z.Z. noch zwei Pfarrern, die ihren Dienst in Dahle und Evingsen tun, haben beide Presbyterien sich bereit erklärt, schon ab dem kommenden Jahrgang (bzw. faktisch sogar seit der gerade vergangenen Konfirmation) hier die nötigen Umstellungen vorzunehmen.

Das heißt vor allem, dass auch in Dahle – wie bisher schon in Evingsen – der Unterricht nicht mehr wöchentlich stattfindet, sondern abwechselnd in beiden Dörfern. Aufgrund weiterer dienstlicher Verpflichtungen des unterrichtenden Pfarrers (Heider) in anderen Arbeitsbereichen folgt daraus allerdings nicht direkt ein zweiwöchentlicher Rhythmus, sondern eine detailliertere Verteilung der Unterrichtstermine. Diese werden den Eltern bereits zu Beginn eines Unterrichtsjahrgangs so verlässlich wie irgend möglich schriftlich mitgeteilt.

Der Unterricht findet weiterhin am Dienstagnachmittag statt; die Schulen können inzwischen auch keinen Ausweichtermin mehr anbieten. Von 15.00-16.30h werden die Katechumenen unterrichtet, von 16.30-18.00h die Konfirmanden. Zusätzlich zu den Unterrichtsnachmittagen werden ergänzende Veranstaltungen und Unterrichte verpflichtend eingeführt: eine gemeinsame Übernachtung im Gemeindehaus zu Beginn der Unterrichtszeit, eine Wochenendfahrt gegen Ende der fast zwei Jahre Konfizeit, zwei Unterrichtssamstage, Teilnahme an ein bis zwei Wochenendangeboten der kreiskirchlichen Jugendarbeit (z.B. „Holy Days“). Auch hier werden alle Termine so früh wie irgend möglich bekanntgegeben, damit kein Jugendlicher aus Terminplanungsgründen Nachteile wegen Fehlens im Unterricht befürchten muss.

Zugleich wird wie jetzt schon ein verbindliches Unterrichtsbuch genutzt, das für die gesamte Zeit des kirchlichen Unterrichts ausreicht. Im Moment ist das das Buch „G mit“ von Andreas Blaschke. Zusammen mit Bibel und Gesangbuch gehört es dann zur einmaligen Grundausstattung der Konfis.

Ein weiterer Bestandteil der Konfirmandenzeit wird ein Wahlpraktikum sein, in dem sich die Jugendlichen selbst einen Überblick über die Aktivitäten der Gemeinde, Aufgabenfelder der Diakonie, oder z.B. verschiedene konfessionelle Gottesdienstprägungen verschaffen sollen. Zu einem solchen Praktikum gehört auch ein schriftlicher Bericht oder ein Referat vor der Unterrichtsgruppe.

Insgesamt ist mit den Elternbeiträgen zu den Wochenendveranstaltungen mit kostenpflichtiger Übernachtung (z.B. in Jugendtagungshäusern) und einem weiteren anzuschaffenden Buch der Konfirmationsunterricht auch teurer als bisher. An Qualität und Umfang wird er allerdings nicht einbüßen. Wir hoffen, dass sich der Mehrpreis im Rahmen hält. Wer damit finanzielle Schwierigkeiten hat, melde sich bitte bei einem der Pfarrer oder auch einem Mitglied des Presbyteriums. Individuelle Hilfen sind ggf. möglich.

Für Dahle ändert sich damit wohl einiges, für Evingsen etwas weniger, aber beide kommen damit auf ein Unterrichtsmodell, das in Kosten und Umfang in etwa dem Durchschnitt in Westfalen entspricht. Soweit möglich, wird zusätzlicher Finanzbedarf aber auch aus Spenden und Sonderaktionen für die Jugendarbeit unterstützt.

Noch ganz offen ist eine weitere Diskussion, die gerade in unserer Region des Kirchenkreises geführt wird. Altena, Nachrodt, Wiblingwerde, Dahle und Evingsen überlegen gerade gemeinsam, ob ein gemeinsames „Konfi-Camp“ machbar ist. Das wäre eine ganze Woche (in den Ferien, voraussichtlich im Herbst), in der die z.Z. über 100 Konfis aus den fünf Gemeinden gemeinsam Konfizeit in anderer Form erleben würden und sich dabei ein Thema erschließen. Den Unterricht würde eine solche Aktion sehr entlasten, den Spaß und damit auch die Motivation der Jugendlichen aber erheblich vermehren. Noch sind viele Dinge zu klären, Orte, Kosten, Inhalte usw., aber alle Erfahrungen mit solchen Konzepten zeigen, dass es gerade für pubertierende Jugendliche nichts Besseres gibt, als gemeinsam fern des Alltags Orte und Inhalte zu erobern und in Austausch mit vielen Altersgenossen zu treten. Für die Unterrichtenden ist eine solche Aktion ein erheblicher Mehraufwand, aber einer, der sich lohnt.

In der Konfirmandenarbeit ist also vieles im Fluss, die nächsten Jahre werden sicher ein weitgehendes Umdenken und Neuerfinden nötig machen. Schon jetzt bröckelt der ehemals garantierte kirchliche Unterrichtsnachmittag, schon jetzt ist das weitere Schrumpfen der Jahrgänge abzusehen, schon jetzt ist es schwierig, den Unterricht noch nahtlos zu gewährleisten.

Die einzige Möglichkeit, das Gewohnte in höherem Grad aufrecht zu erhalten als bisher geplant, ist der Einsatz von engagierten Ehrenamtlichen, die Spaß an der Arbeit mit Jugendlichen und an der Vermittlung von Glaubensinhalten haben. Wenn Sie sich eine Mitarbeit – auch nur phasenweise und/oder sporadisch! – vorstellen können, dann sind wir für jede Meldung dankbar!

Mit freundlichem Gruß

Pfr. Martin Heider

PS: Rückfragen und weitere Informationen sind u.a. möglich am Informations- und Anmeldeabend für die „neuen“ Katechumeneneltern,
Dienstag, 19.7.’11, 18.00h
                im Gemeindehaus. Oder rufen Sie einfach an, wenn es dringender ist oder Sie an diesem Abend verhindert sind.