Evangelische Kirchengemeinde
            Evingsen

Jesus Christus spricht:
             "Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig."“ (L) 2. Korinther 12,9


Geschichtsdaten 1770-1806

1770
Erste Eingabe der Eingesessen und Drahtfabrikanten an die Regierung zu Kleve wegen Anordnung eines Predigers. Das Dorf hat zu dieser Zeit etwa 400 Einwohner

1772
Endgültige Ablehnung des Gesuchs durch die Regierung, hauptsächlich deshalb, weil die Entschädigung der (luth.) Muttergemeinde in Iserlohn nicht geklärt werden konnte.

1777
Die Nachbargemeinde Dahle erlangt die Selbstständigkeit.

Nachtrag: 1780
Im Zuge der Verhandlungen über die Abtrennung aus dem Verband der luth. Gemeinde zu Iserlohn erstellt der Stadtmaurermeister zu Iserlohn, Rotger Wunderlich einen Aufriss einer zu Evingsen zu erbauenden luth. Pfarrkirche

1781
Eingabe direkt an den König von Preußen wegen Gründung einer eigenen Gemeinde. Eine neue Überprüfung wird angeordnet.

1784
Die Errichtung einer eigenen Gemeinde wird von der Regierung wiederum abgelehnt; nur die Genehmigung zur Anlage eines Friedhofs in der Dorfmitte wird erteilt. Außerdem soll vierteljährlich in der Schule des Dorfes Abendmahl ausgeteilt werden.

1784
Der Grundstein für ein zweistöckiges Bethaus wird gelegt, unbeschadet aller bürokratischen Hindernisse, die der Errichtung einer eigenen Gemeinde noch im Wege stehen. Wegen „Stockung der Fabriken“ fehlt das Geld zum Weiterbau, so dass man vom Kaufmann Diepmann in Neuenrade 720 Thlr. leihen muss, um wenigsten das Mauerwerk vollenden und ein Dach aufsetzen zu können. Noch in unfertigem Zustand wird in dem oberen Saal vom Iserlohner luth. Pfarrer Strauß vierteljährlich Abendmahl ausgeteilt; auch die dann und wann erforderlichen Leichenpredigten werden nicht mehr im Freien, sondern in diesem Saal gehalten.

1788
wird die Bitte um Genehmigung zur Errichtung einer eigenen Gemeinde erneuert; Evingsen hat jetzt 504 Einwohner.

1789
wendet sich der Vorstand der reformierten Synode an die Regierung mit der Bitte, den in Evingsen wohnenden reformierten Gemeindegliedern (ca. ¼ der Bevölkerung) in dem Schul- und Bethaus zu Evingsen das Simultaneum einzuräumen, da der reformierte Prediger zu Iserlohn mehrfach nicht nur darin gepredigt, sondern auch das heilige Abendmahl ausgeteilt habe.

1791
erging an die Regierung zu Cleve ein für die Gemeinde Evingsen günstiges Ministerial-Reskript. Die Trennung von der Kirschspielskirche in Iserlohn wird in Aussicht gestellt, sofern Einigkeit über die zu zahlende Entschädigungsquote erreicht wird. Das Landgericht Altena schlägt eine Abfindungssumme von 500 Thlr. vor, das Iserlohner Presbyterium geht von einer weitaus höheren Summe aus, während die Evingser nur max. 300 Thlr. zu zahlen bereit sind. Eine Einigung kommt nicht zustande.

1800
Der vorhandene Friedhof wird vergrößert und ganz mit einer Mauer eingefasst.

Um 1800
wurde von der lutherischen und der reformierten Synode gemeinschaftlich eine Haus- und Kirchenkollekte für Evingsen durch die Grafschaft Mark, die Stadt Soest und dessen Börde zum Ausbau des gemeinschaftlichen Schul- und Bethauses erwirkt. Der Kandidat Stute aus Soest, dem man die Wahl zum Pfarrer nach erfolgter Gemeindegründung fest in Aussicht gestellt hatte, übernahm den größten Teil der Erhebung, die insgesamt etwa 1000 Thlr. ergab

1800-1802
wird das Bet- und Schulhaus durch Entfernung der Decke und der Innenwände in eine Kirche umgewandelt.

1802
Am 8. Juni dieses Jahres erfolgt in der Kirche in feierlicher Form unter Vorsitz des Superintendenten Kleinschmidt und des Justizkommissarius Göcke, beide aus Altena, der Verkauf der Kirchensitze. Der Erlös - fast 4000 Thlr. - machte haupt-sächlich den Bestand des Pfarrfonds aus, dessen Zinsen das Pfarrgehalt bildeten.

1802
Nach erfolgtem Verkauf der Kirchensitze erfolgt Anzeige an die Regierung mit der erneuten Bitte um Regelung der Angelegenheit, da es jetzt nur noch um die Ablösesumme gehe. Gleichzeitig wird der Hoffiskal von der Bercken zu Altena als Vertrauensmann vorgeschlagen.

1803
Am 2. Mai findet in Iserlohn ein Termin zur gütlichen Separation von der Iserlohner Kirchspielskirche statt, bei dem folgende Regelung getroffen wird: Pastor Strauß erhält für seine weitere Amtszeit in Iserlohn die Hälfte der in Evingsen vorkommenden Einnahmen aus Amtshandlungen - mit Ausnahme der Konfirmandengelder - und anstelle des Beichtopfers ein jährliches Fixum. Nach seinem Tode bzw. seiner Amtsniederlegung hat die Evingser Gemeinde einmalig 300 Thlr. zu zahlen, womit dann alle Verpflichtungen aufhörten. Auch die unteren Kirchenbeamten - Subkonrektor, Kantor, Küster, Stadtküster, Totengräber - werden abgefunden. Ferner wird festgelegt, dass die Grenzen der Evingser Kirchengemeinde folgende Bezirke umfassen sollen:

Die Orte Evingsen, Springen, Tüssenberg, Hütte, Nettenscheid, Löttringsen, Löttringser Hagen und Rüssenberg.

Den Höfen Diekgraben, Elfenfohren, Hüingsen, Giebel, Heppingsen, Stotmann, Schulte, Dähnert und Brunscheidt an der Heide, Schwarzpaul und Hültershagen wird freigestellt, eine der beiden Parochien zu wählen.

(Alle Höfe mit Ausnahme von Heppingsen und Hültershagen, entscheiden sich für Evingsen)

1803
Mit dem Schreiben vom 30. August an die Kriegs- und Domänenkammer, die immer noch Bedenken hat, setzt die Gemeinde Evingsen ihre Leistungsfähigkeit so gründlich und überzeugend auseinander, dass die Königliche Regierung nach Verständigung mit der Domänenkammer die Trennung durch ein allerhöchstes Rescript unter dem

12. November 1803
bewilligte und die weitere Regulierung der Sache verordnete. 9)

1803
 Am 27. Dezember dieses bedeutsamen Jahres laden Superintendent Kleinschmidt und Hoffiskal von der Bercken die Deputierten von Evingsen zu einem Termin „behufs Organisation der Gemeinde“ ein. Ein Konsistorium (das erste Presbyterium) wird gewählt, bestehend aus dem Kirchmeister Vorsteher Joh. Kasp. Ledebur, dem Pastoratrendanten Kasp. Leopold Ledebur von Löttringsen, den Armenprovisoren Kasp. Diedr. von der Crone und Kasp. Diedr. Melchers, den Konsistorialen Pet. Rasche sen. und Kasp. Schulte. Der Schullehrer Hinselmann wird zum Vorsänger und Küster bestellt, außerdem soll er eine etwa künftig vorhandene Orgel bedienen. Der Wunsch der Gemeinde wird bekräftigt, den Kandidaten Stute zum Pfarrer zu bekommen, der schon seit zwei Jahren den Gottesdienst an der Gemeinde zur Zufriedenheit besorge.

1804
Am 4. Januar wird der Kandidat Friedrich Georg Caspar Stute aus Soest einstimmig zum ersten Pfarrer der neu errichteten Kirchengemeinde Evingsen gewählt.

1804
22. März Ordination des Kandidaten Stute und Einführung in das Amt durch den Inspektor Prediger Baedecker aus Dahl unter Mitwirkung des Superintendenten Kleinschmidt aus Altena und des Pfarrers Strauß aus Iserlohn.

1804
Anschaffung einer Hausorgel für die Kirche.

1806 - 1807
Die Kriegs- und Domänenkammer zu Hamm verlangt die Einsendung aller Akten und Rechnungen, den Bau des Bethauses betreffend, und weist diese nach Prüfung als mangelhaft und nicht der Form entspre-chend zurück. Der Altenaer Bürgermeister versucht zu vermitteln; die Behörde gibt sich aber erst zufrieden nach Vorlage eines durch den Landbaumeister Pistor im Jahre 1807 erstellten Gutachtens. Dieser beschei-nigt den Evingsern nicht nur solide Arbeit, sondern auch sparsamen Umgang mit den vorhandenen Geldern. Nach den vorliegen-den Rechnungen waren zum Bau der Kirche mit dem darauf befindlichen kleinen Turm, zur Anlegung der Mauer um den Kirchhof und zum Ankauf eines Platzes zur Anlegung des Friedhofes 1801 Thlr., 10 Stüber Frankfurter Cours ausgegeben worden.

 

Geschichtsdaten 1806 - 1849

1806-1813
“Franzosenzeit“: Die Grafschaft Mark und damit auch der Ort Evingsen kommt unter französische Herrschaft zum Großherzogtum Berg. Einrichtung der „Mairie Hemer“.
Alle Personalveränderungen (Geburten, Heiraten usw.) müssen bei dem dortigen Beamten gemeldet werden.
Durch seine abgelegene Lage bleibt das Dorf Evingsen zwar vom Durchzug feindlicher Truppen und von Kampfhandlungen verschont, bekommt aber auf wirtschaftlichem Gebiet die Lasten des Krieges zu fühlen.

1809
6. Juni Vermählung des Pfr. Stute mit Johannette, der Tochter des Evingser Lehrers Hinselmann. Das Ehepaar bekommt bis 1828 zehn Kinder. Eine Tochter stirbt im Alter von knapp 2 Jahren, neun Kinder wachsen heran.

1810
 Pfr. Stute wird eine dauernde Gehaltszulage von 100 Francs aus Staatsmitteln bewilligt.

1814
 Pfr. Stute überträgt nach Abzug der Franzosen alle seit Errichtung der Mairie Hemer dort gemeldeten und im Mairie-Register verzeichneten Personalveränderungen in die Kirchenbücher der Kirchengemeinde Evingsen.

1817
 kauft Pfr. Stute auf Anraten von Freunden in Soest, die ihm dazu eine Summe von 800 Thlr. geliehen hatten, ein altes mit Stroh gedecktes Haus im oberen Teil des Dorfes. (Jetzt Haus der Firma Pleuger / Höttel) Mietwohnungen waren kaum vorhanden. Vorher hatte Stute verschiedene Mietwohnungen gehabt u. a. im Ledeburschen Hause auf dem Löttringsen und im Tüssenberg.

1820
 15. Januar Tod des Lehrers Hinselmann im Alter von 68 Jahren nach 48jähriger Amtszeit. Während der Vakanz fällt der Schulunterricht aus.

1820
 9. September Kaspar Wilh. Krugmann, geb. 1798 zu Meinerzhagen und seit 1817 Lehrer zu Brüninghausen wird als neuer Lehrer in Evingsen eingeführt.

1820
 Der Friedhof in der Dorfmitte wird zum zweiten Mal erweitert. Später wird ein Totengräber eingestellt. Bis dahin hatten die Nachbarn des Gestorbenen jeweils das Grab ausgehoben.

1822
 Verkauf von Gemeindeholz zur Tilgung der Kirchenbauschulden. Die Aktion soll 3000 Taler erbracht haben.

1822
 Der Orgelbauer Nohl in Alpe bei Eckenhagen liefert für 418 Thlr. eine neue Orgel. Außer freier Beköstigung während des Aufstellens wird ihm die alte Orgel überlassen. Die Kosten werden durch freiwillige Beiträge der Gemeinde und zum Teil auch durch auswärtige Sammlungen aufgebracht.

1824
 Da sich das vorhandene Schulhaus mit Lehrerwohnung und Schulzimmer als zu klein erweist und sich darüber hinaus in einem schlechten Zustand befindet, bittet Lehrer Krugmann Verwandte und Freunde aus dem Wuppertal um Hilfe.

Nachdem diese zugesagt haben, den Bau mit 200 Taler zu unterstützen, gerät die Gemeinde in Zugzwang.
Anfang des Jahres wird in unmittelbarer Nähe des alten Schulhauses der Bau eines neuen Gebäudes mit geräumigem Lehrzimmer in Angriff genommen.
Die Gemeinde leistet Hand- und Spanndienste, liefert das Bauholz aus der Waldgemeinde und beauftragt den Bauunternehmer Peter Wilh. Ledebur jr. mit den Bauarbeiten. Bereits am 6. Oktober 1824 kann das neue Schulhaus bezogen werden. (Heute Haus Cantilli, In der Schledde)

1829
Die Gemeinde hat 600 Einwohner; die Anzahl der schulfähigen Kinder beträgt 130. Im Frühjahr und zur Erntezeit ist die Zahl der tatsächlich die Schule besuchenden Kinder jedoch wesentlich geringer.

1829
 Lehrer Krugmann übernimmt die Rendantur der Kirchenkasse und bald darauf auch die der Schulkasse. Beide Kassen verwaltet er über 30 Jahre.

1829
 Wohl zum 25jährigen Jubiläum der Kirchengemeinde verfasst Lehrer Krugmann eine erste Chronik der Kirchengemeinde.

1829
 Pfr. Strauss erlässt Pfr. Stute alles was er ihm an Gebühren schuldet Lt. Vereinbarung von 1803 stehen dem Iserlohner Pfarrer Strauss bis zu seinem Ausscheiden aus dem Amt die Hälfte der Einkünfte aus Amtshandlungen in Evingsen zu.

1831
 Reparaturarbeiten an der Kirche. Anschließend erhält diese einen neuen Innenanstrich.

1832
 Pfarrer Strauß in Iserlohn legt sein Amt nieder.

1834
 2. Januar Im Hause des Gastwirts Berkenhoff in Ihmert wird durch die Presbyter Melchior Diedrich Brunscheidt und Kaspar Diedrich Kaiser die 1803 vereinbarte Ablösesumme von 300 Thlr an Mitglieder des Iserlohner Presbyteriums übergeben.

1835
 Einführung der Provinzial-Agende für Rheinland und Westfalen.

1836
 Evingsen hat 650 Einwohner.

1843
 möchte sich Pfr. Stute nach 39 Dienstjahren pensionieren lassen und bittet wegen Armut der Gemeinde um eine Pension aus Staatsmitteln. Der Antrag wird abgelehnt, so dass er bis zum seinem Tode im Amt bleiben muss.

1845
 Die ev. Kirchengemeinde Evingsen, deren Glocke geborsten war, kauft eine noch brauchbare Glocke der Iserlohner kath. Kirchengemeinde an und verkauft die alte Glocke an diese Gemeinde.

1845
 Die evangelischen Bewohner in Leveringhausen, Bezirk Balve werden der Evingser Gemeinde zugeschlagen.

1848
 1. Februar Pfr. Stute stirbt im Alter von 76 Jahren. Nach seinem Tod gibt es eine längere Vakanz, in der Pfr. Wilsing aus Altena das Presbyterium leitet. Die Gottesdienste werden abwechselnd von verschiedenen Pfarrern der Synode gehalten.

1849
 9. Februar Sonder-Sitzung des Presbyteriums - Übergabe der Kirchenakten und Besprechung

1849
 14. März Der Kandidat Gustav Hüser, geb. am 24.12.1805, aus Isenburg bei Kierspe wird als neuer Pfarrer in Evingsen gewählt

1849
 15. Juni Pfarrer Hüser wird durch Superintendent Hülsmann aus Iserlohn als zweiter Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde Evingsen in sein Amt eingeführt. Er verzichtet auf einen Teil seines Gehaltes zugunsten der Witwe seines Vorgängers, die in Evingsen wohnen bleibt.

 

Geschichtsdaten 1850 - 1870

1850
Nach den Plänen von Wegebaumeister Dickmann, Iserlohn, wird ein Pfarrhaus erbaut. Ermöglicht wird der Bau, weil Pfarrer Hüser das Geld dazu vorstreckt. Die Bauausführung erfolgt durch den Evingser Baumeister Wilhelm Schröder, der außerdem das Rutenbecksche Wohnhaus, den „Höttel“ und sein Wohnhaus in der Strolmecke (heute Wilke) errichtet. Es sind die ersten größeren Wohnhäuser im Dorf.

1850
 Die Kirche erhält im Eingangsbereich eine neue Galerie.

1850
 wird das nach den Beschlüssen der Synode von Jülich/Cleve/Berg herausgegebene Gesangbuch „Kern und Mark geistlicher Lieder“ in Evingsen eingeführt.

1855
 Die Kirche erhält einen neuen Anstrich und eine neue Bedielung.

Während der Jahre 1856-1859 wird die Chaussee von Altena nach Westig angelegt, für die Evingsen einen Beitrag von 2500 Taler und außerdem privat noch 700 Taler zahlt.

1857
Wegen Überfüllung des in der Dorfmitte gelegenen Friedhofs wird ein neuer Friedhof oberhalb des Dorfes angelegt und am 13.11.1857 eingeweiht. Die erste Beerdigung findet am 23.11.1857 statt.

1857
 Das Türmchen auf der Kirche wird durch Blitzeinschlag getroffen.

9.4.1860
 Die Witwe des ersten Evingser Pfarrers Stute stirbt im Alter von 82 Jahren an Alterschwäche

1861
 wird wegen Überfüllung des Schullokals ein neues Schulhaus geplant. Für 160 Kinder sind nur 120 Plätze vorhanden, allerdings kommt meist nur die Hälfte zum Unterricht. Schulzwang ist seit Jahren nicht mehr ausgeübt worden. Eine im Regierungsbezirk Arnsberg durchgeführte Kollekte ergibt einen Gesamtertrag von 1226 Talern. Dies reicht für einen Neubau jedoch nicht aus, so dass der Plan zunächst verschoben werden muss.

1862
 wird der Schulunterricht so geregelt, dass die Oberklasse morgens und die untere Klasse am Nachmittag unterrichtet wird.

1865
 erkrankt Pfarrer Hüser. Der Kandidat Wolf aus Altena unterstützt ihn bei seinen Amtsgeschäften.

Am 7.11.1866
 stirbt Pfarrer Hüser an Luftröhren-schwindsucht. Er wird auf dem neuen Friedhof beerdigt, wo sein Grabstein noch heute vorhanden ist. Seine Witwe verlässt mit ihren Kindern Evingsen, bleibt dem Ort aber weiterhin verbunden.

1867
 Die Kirchenfenster werden mit gusseisernen Rahmen und neuem Glas versehen.

12.11.1867
 Der kurz zuvor zum Pfarrer gewählte Kandidat Gottfried Ed. Lohoff aus Rüggeberg wird in Evingsen eingeführt.

1868
 Ein an das Pfarrhaus angrenzendes Grundstück wird für 270 Taler erworben. Dadurch kann der Pfarrgarten vergrößert werden

1869
 Die Gemeinde Evingsen beginnt mit dem Bau eines neuen Schulgebäudes.

1.3.1870
 Die neue Schule mit zwei Klassenzimmern und einer Lehrerwohnung wird eingeweiht (heute Gaststätte „Inne Schledde“). Am gleichen Tage wird Wilhelm Fleischer als zweiter Lehrer angestellt. Er unterrichtet die Knaben, während der inzwischen 72jährige Krugmann die Mädchen behält.

30.3.1870
 Pfarrer Lohoff kündigt sein Amt in Evingsen, da er einen Ruf nach Hochheim am Main erhalten hat.

30.5.1870
 Lehrer Krugmann feiert sein 50jähriges Amtsjubiläum.
Landrat Overweg überreicht ihm vor versammelter Schulgemeinde das allgemeine Ehrenzeichen sowie ein Gratulations-schreiben der Königl. Regierung.
Auch die Gemeinde Evingsen überreicht ein Geschenk.
Krugmann war in diesen Jahren nicht nur Lehrer, sondern auch Organist und – zumindest der Verantwortung nach – Küster.

Über 30 Jahre lang hat er sowohl die Kirchenkasse als auch die Schulkasse verwaltet. Ihm verdankt die Gemeinde Reinschrift und Entwurf der Kirchen-lagerbücher von 1829 und 1864 mit zwei sorgfältig ausgeführten Chroniken.

18.6.1870
Pfarrer Lohoff verlässt Evingsen.

20.7.1870
 Der Kandidat Richard Tigges, Hilfs-prediger zu Elberfeld, wird einstimmig zum neuen Pfarrer der Kirchengemeinde Evingsen gewählt und am 31. August 1870 in sein Amt eingeführt.

Eine weitere Fortsetzung wird folgen.
Eine Zusammenstellung der Daten ist sehr zeitintensiv, daher einen herzlichen Dank an Frau Mosch.

Zusammengestellung:
Kirchmeisterin Frau Mosch                     2010

Diese Zusammenstellung der geschichtlichen Daten erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sollte jemand andere Kenntnisse haben oder weitergehende Hinweise geben können, bitten wir um Meldung. Bei unserer Archivpflegerin sind überdies die Nachweise für einzelne Fakten aber einsehbar.